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Meldung vom 21.02.2010

Geschichte der Arbeiterwohlfahrt Freilassing: Dank an Lina Wolf

Bild: Lina und Wille WolfKurz nach Kriegsende, noch im Jahre 1945 gründete der damalige Bürgermeister Karl Rittmann in Freilassing einen Stützpunkt der Arbeiterwohlfahrt. Aus diesem Stützpunkt wurde im Jahre 1948 der Ortverein gegründet. Im Februar 1946 siedelte Lina Wolf von Mühldorf nach Freilassing über. Sie wurde ab diesen Zeitpunkt von ihrem Vater für sämtliche in der AWO anfallenden Arbeiten herangezogen.
Die AWO sollte im damaligen Landkreis Laufen Fuß fassen und so wurden von Freilassing aus weitere Stützpunkte errichtet und zwar:
In Fridolfing,
Hammerau später Ortverein,
Kirchanschöring,
Laufen (später Ortsverein),
Neukirchen,
Teisendorf,
Tengling,
Tittmoning und Waging.
Karl Rittmann wurde aus dem Kreis der Stützpunkte zum Kreisvorsitzenden gewählt. Lina Wolf hatte nicht nur für die Ortvereine, sondern für den gesamten Kreisverband alle anfallenden Schreibarbeiten zu erledigen. Es wurden von Freilassing aus die Landessammlungen auf Kreisebene organisiert. Die Not war damals groß. Nicht nur Ausgebombte, Kriegsheimkehrer und Flüchtlinge waren betroffen. Unter dem Mangel an Versorgungsgütern hatte auch ein Großteil der Bevölkerung zu leiden. Es waren damals Sachspenden wie Lebensmittel und Altbekleidung viel wichtiger als Geldspenden. Es oblag Lina Wolf mit den Leitern der Stützpunkte, die gesammelte Altkleidung zu reinigen und zu reparieren und dann wieder an die Ärmsten zu verteilen. Außerdem konnten noch Care-Pakete als eine Spende des amerikanischen Volkes verteilt werden.

Ab 1953 übernahm Lina Wolf die Kreiskasse einschließlich der Konten- und Kassenführung der sechs Stützpunkte bis zum Jahre 1968. Nebenher war sie Schriftführerin und Ortskassierin bis zum Jahre 1978.

Wenn sich auch der Personenkreis und die Bedürfnisse der Hilfesuchenden im Laufe der Jahre wesentlich veränderten, so wurde die Verteilung von Weihnachtspäckchen bis heute beibehalten. Neben Müttergenesungs- und Krankenerholungsaufenthalten, hat sich Lina Wolf bei der Durchführung von Kindererholungsaufenthalten verdient gemacht. Von 1958 bis 1966 hat sie über 135 Kindern einen Ferienerholungsaufenthalt ermöglicht, wobei sie für jedes einzelne Kind die entsprechenden Unterlagen besorgen mußte und mehrere Formulare auszufüllen hatte.

Seit über 35. Jahre sucht sie kranke und alte Mitglieder auf, die buchstäblich ihren Besuch erwarten, hilft mit bei den Landessammlungen und kassiert den Großteil der Vereinsbeiträge um insbesonders mit den älteren Mitglieder in Verbindung zu bleiben. Die 70, 75, 80 und über 80-jährigen Mitglieder werden von ihr an deren Geburtstagen aufgesucht, wobei sie ein kleines Geschenk überreicht. Diese Geburtstagsgeschenke finanziert sie ausschließlich aus kleinen Spenden. Zum Teil werden auch noch die Weihnachtspäckchen von diesen kleinen Spenden mit finanziert.

Unter dem damaligen Kreisvorsitzenden Walter Steinau, wurde Lina Wolf, wegen ihres unermüdlichen Einsatzes für die AWO als Ehrenvorsitzende gewählt.

Anläßlich einer kleinen Feier des Ortsvereins Laufen am 08.06.1983 erhielten vom Bezirksverband Lina Wolf, ihr Ehemann und zwei verdiente Laufener Mitglieder durch den damals amtierenden Bezirksvorsitzenden Walter Treitinger „ in Würdigung der hervorragenden Verdienste um die Förderung der Arbeiterwohlfahrt„ eine Urkunde nebst der dazugehörigen Medaille überreicht

Anneliese Zoßeder, Bild und zusammengestellt Josef Hartl


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