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Meldung vom 01.05.2016

Klares Bekenntnis zum Sozialstaat und zu fairen Steuern bei der Kreiskonferenz der AWO BGL

Bild: Heckel Kreiskonferenz 2016Ein klares Bekenntnis zum Sozialstaat und gegen die Spaltung der Gesellschaft: dieses inhaltliche Signal setzte die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Berchtesgadener Land am vergangenen Wochenende bei ihrer Kreiskonferenz im Hotel Rupertus in Freilassing. Neben Berichten, dem Dank an verdiente Mitglieder und Nachwahlen von Beisitzern und Delegierten stand ein Vortrag des stellvertretenden Bezirksvorsitzenden Max von Heckel im Mittelpunkt.

Der Kreisvorsitzende Hans Schubert eröffnete die gut besuchte Versammlung mit Delegierten aus allen Teilen des Landkreises, indem er sich mit einem kleinen Geschenk bei langjährig für die AWO Berchtesgadener Land aktiven Mitgliedern bedankte: Josef Hartl aus Freilassing erhielt ein Dankeschön für sein langjähriges Engagement als Beisitzer im Kreisvor-stand und Angelika Reiser aus Bad Reichenhall wurde für ihre großen Leistungen als Verwaltungsmitarbeiterin geehrt.

In seinem Rechenschaftsbericht ging der Kreisvorsitzende neben dem vielfältigen Engagement des Verbandes für die Förderung und Betreuung von Kindern (sh. eigener Bericht) auf die weiteren Aktivitäten in den vergangenen Monaten ein. Dazu gehörte unter anderem eine öffentliche Veranstaltung zum Thema Betteln in Freilassing. Anschließend berichtete der Kreiskassierer Ulrich Scheuerl über die Entwicklung der Finanzen der AWO im vergangen Jahr. Nachdem von der Revisorin eine fehlerfreie Kassenführung bestätigt wurde, erteilte die Versammlung dem gesamten Vorstand einstimmig die Entlastung.

In der anschließenden Nachwahl gab es ebenfalls einstimmige Ergebnisse: der Bischofswieser Fritz Sparrer wurde zunächst als Nachfolger von Josef Hartl als Beisitzer in den Kreisvorstand gewählt. „Wir freuen uns darüber, dass wir damit einen echten Experten für Bildung und Betreuung als neuen Mitstreiter im Vorstand dazu gewinnen“, so Hans Schubert. Als Delegierte zur Bezirkskonferenz der Arbeiterwohlfahrt wurden Adi Renoth aus Bischofswiesen und Hans Schubert aus Bad Reichenhall gewählt. Als Ersatzdelegierte wurden der stellvertretende Kreisvorsitzende Roman Niederberger aus Piding und Ulrich Scheuerl aus Bad Reichenhall von der Versammlung bestimmt.

Ein leidenschaftliches Plädoyer für den Sozialstaat und gegen die Spaltung der Gesellschaft hielt anschließend der stellvertretende Bezirksvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Oberbayern Max von Heckel in seinem Vortrag. Der 1935 geborene Vater von sechs Kindern war unter anderem Kämmerer der Landeshauptstadt München und bayerischer Landtagsabgeordneter. Jetzt widmet er sich hauptsächlich der ehrenamtlichen Arbeit in der AWO und sah den Verband in der Pflicht, eine starke Stimme für die Schwächeren in der Gesellschaft zu erheben.

„Die Politik und auch die Sozialverbände dürfen sich nicht ablenken lassen. Die wichtigsten Themen unserer Zeit sind immer noch die Fragen der sozialen Gerechtigkeit“, stellte Max von Heckel fest. Dazu gehören für ihn eine Rente, mit der sich im Alter würdig leben lässt, bezahlbarer Wohnraum für alle und gute Bildungschancen für alle jungen Menschen. „Das alles gibt es nicht zum Nulltarif, aber das Geld dafür ist da“, so der Referent. Vor dem Hintergrund der aktuellen Skandale um die „Panama Papers“ sprach er sich für das Schließen von Steuerschlupflöchern und die Bekämpfung von Steuerhinterziehung aus. Er erinnerte an eine Schätzung der Deutschen Steuergewerkschaft, nach der dem Staat in Deutschland jährlich 100 Milliarden durch Steuerhinterziehung und 200 Milliarden durch legale Steuervermeidung verloren gehen. „Wenn wir auch nur einen Bruchteil davon für soziale Zwecke einsetzen, können wir die Herausforderungen unserer Zeit anständig bewältigen“, zeigte er sich zum Abschluss seiner Rede überzeugt.

Hans Schubert bedankte sich zum Schluss der Veranstaltung bei Max von Heckel für sein schwungvolles Referat und forderte die Mitglieder der AWO im Landkreis auf, sich aktiv für einen modernen Sozialstaat einzusetzen.

Foto: Max von Heckel spricht zur Kreiskonferenz der Arbeiterwohlfahrt Berchtesgadener Land


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