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Meldung vom 02.04.2013

Beratung, Betreuung und Unterstützung zur Selbsthilfe: AWO zu Besuch im Zentrum für Soziale Projekte

Bild: Zentrum Soziale ProjekteVielfältige Formen von Beratung und Hilfe von der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen BGL über Migrationsberatung, die Außenstelle des Sozialpsychiatrischen Dienstes bis hin zu Betreutem Wohnen in Familien, für psychisch kranke Eltern und Betreutem Einzelwohnen vermittelt das Zentrum für soziale Projekte in Freilassing. Träger des Zentrums in der Reichenberger Straße 1 ist die gemeinnützige GmbH des Projektevereins, der als Mitglied der AWO M-Group Teil der Familie der Arbeiterwohlfahrt ist. Grund genug für den Kreisausschuss der AWO, dem Zentrum gemeinsam mit der Kreisvorsitzenden Isabella Zuckschwerdt einen Besuch abzustatten und sich über das Spektrum der Angebote zu informieren.

Begrüßt wurden die Besucher aus dem ganzen Landkreis von der Diplom-Sozialpädagogin Marie-Therese Roozen, die die Selbsthilfekontaktstelle BGL leitet. Sie stellte gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen die unterschiedlichen Projekte vor, die von dem Zentrum organisiert werden.
Herr Matthias Föppl, Sozialarbeiter und Ansprechperson für das „Betreute Einzelwohnen“ sprach über die Tradition, die das BEW im Rahmen der ambulanten psychiatrischen Versorgung durch das Sozialpsychiatrische Zentrum im Landkreis hat. Dieses spezielle Angebot unterstützt seit Jahren 25 erwachsene psychisch kranke Menschen in Form einer individuellen Betreuung und Begleitung, um ihnen ein eigenständiges Leben in der eigenen Wohnung zu ermöglichen und zu erhalten

Robert Hehenberger stellte das seit fast sechs Jahren bestehende Angebot des „Betreuten Wohnens in Familien“ vor, bei dem Menschen mit psychischer Erkrankung in einer Familie oder auch bei einer Einzelperson wohnen und am normalen gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Die Integration in die bestehenden Strukturen eines Haushalts soll dabei helfen, das alltägliche Leben mit einem hohen Maß an individueller Freiheit zu bewältigen.

Ljiljana Vukovic informierte danach über die von ihr durchgeführte Integrationsberatung für erwachsene Menschen. Von dem stellvertretenden AWO-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger auf die Herkunft ihrer Klienten angesprochen, erklärte sie, dass diese immer wieder wechseln und Zuwanderung vor allem aus den EU-Staaten oft in Wellen verlaufe. Derzeit ist sie viel mit Menschen aus den südeuropäischen Ländern, insbesondere aus Spanien befasst.

„Die Frage ist nicht, was die Selbsthilfegruppen für das Zentrum tun können, sondern was wir für die Selbsthilfegruppen tun können“, machte Marie-Therese Roozen auf Nachfrage der Freilassinger AWO-Vorsitzenden und Stadträtin Margitta Popp deutlich. Neben der Möglichkeit, die Räumlichkeiten im Zentrum kostenfrei zu nutzen, bietet die Selbsthilfekontaktstelle BGL Unterstützung bei der Gründung von Selbsthilfegruppen an, vermittelt in bestehende SHG und unterstützt die Gruppen inhaltlich und organisatorisch. Das Spektrum reicht dabei von Angehörigengruppen über von Diabetes betroffene Menschen bis zur SHG der Bayerischen Krebsgesellschaft. Insgesamt sind derzeit 55 Gruppen im Landkreis aktiv.

Doris Meyn erläuterte kurz die Wichtigkeit des „Betreuten Wohnens für psychisch kranke Eltern“. Hier hat die Unterstützung auch weitreichende positive Auswirkungen auf die Kinder in der Familie.

Die Vertreter des AWO-Ortsvereins Bischofswiesen-Berchtesgaden fragten wegen dem regionalen Aufgabenbereich nach. Die Angebote des Projektevereins beziehen sich immer auf den gesamten Landkreis und sollen allen betroffenen Menschen zur Verfügung stehen.
Im weiteren Gespräch kritisierten sowohl die Vertreter des Projektevereins als auch die Mitglieder des AWO-Kreisausschusses die strikten Einkommensgrenzen, die es für viele Menschen schwierig machen, Hilfen in Anspruch zu nehmen. „Im Sinne einer präventiven Sozialpolitik ergibt es keinen Sinn, solche Hürden für Hilfsangebote zu errichten“, stellte die AWO-Kreisvorsitzende Isabella Zuckschwerdt fest.

Sie bedankte sich zum Abschluss des Besuchs für die vielfältigen Informationen und kündigte an, dass der Kreisausschuss der AWO Berchtesgadener Land seine Besuchstour bei den vielen Einrichtungen und Projekten der AWO im Landkreis weiter fortsetzen wird.

Foto:
Marie-Therese Roozen (1. von links, Leiterin Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen BGL) begrüßte den AWO-Kreisausschuss unter Leitung der Kreisvorsitzenden Isabella Zuckschwerdt (8. von links)


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